Patina, Patinierung

Ursprünglich nur der Oxidüberzug auf Bronze. Heute allgemeine Bezeichnung für Altersspuren. Bei Dachziegeln/Dachsteinen entsteht die Patina durch Umwelteinflüsse und Immissionen wie Grün-bildung (Veralgung), Ruß, Pollen, Staub, Metalloxide, Vogelkot etc..
Es handelt sich um einen natürlichen Vorgang, der abhängig von Umweltbedingungen verlangsamt oder beschleunigt abläuft und von dem alle Außenbauteile, selbst Glas, gleichermaßen betroffen sind.

Pfettendach

Traditionell in Süddeutschland und im Alpenraum üblich, lässt sich ein Pfettendach praktisch bei jeder Dachneigung realisieren. Zahlreiche Varianten sind möglich, das Grundprinzip sind jedoch Sparren, die auf Fuß- und Firstpfetten aufliegen. Die Firstpfette ist bei größeren Haustiefen durch senkrechte Ständer - meist mit Kopfbändern - auf der obersten Geschossdecke unterstützt. Bei größeren Sparrenlängen werden zwischen Fuß- und Firstpfette zusätzliche Pfetten angeordnet ( "Einfach, zweifach, dreifach... stehender Pfettendachstuhl" ). Die Grafik zeigt einen zweifach stehenden Pfettendachstuhl.

Photovoltaik

Photovoltaik ist die Wandlung von Sonnenstrahlung in Elektrizität.

Pressdachziegel

Durch Formen in einer Formpresse (Revolverpresse) entsteht aus Rohmaterial der Pressdachziegel. Pressdachziegel sind profilierte, konisch geformte oder gewölbte Dachziegel. Sie werden mit einfachen oder mehrfachen Kopf-, Fuß- und Seitenfalzen hergestellt (Ringverfalzung) oder auch ohne Verfalzung. Die Seitenverfalzung besteht aus Wasser- und Deckfalz.

Pultdach

Eine der einfachsten Dachformen ist das Pultdach, heute häufig verwendet bei kompakten Bauten nach dem Niedrigenergiestandard, bei Wirtschaftsgebäuden oder als Dach von Anbauten an höhergeführten Außenmauern, z.B. als Dach von Seitenschiffen einer Basilika.
Rechteckdoppeldeckung, englische Deckung
Regeldachneigung 22°. Rechteckige oder quadratische Schieferplatten werden nach Art einer Biberschwanzdeckung verlegt. Neben einer Deckung auf Schalung ist auch eine Deckung auf Dachlatten möglich.

Reformziegel

Der Reformziegel ist ein Pressdachziegel mit unterbrochener Ringverfalzung. Kennzeichnend ist, dass der wasserführende Kopf- und Seitenfalz unterbrochen ist und aus einem oder auch zwei Falzen besteht. Der Reformziegel wird ohne Mittelwulst hergestellt. Das Niederschlagswasser wird von Falz zu Falz geführt.

Regeldachneigung

Regeldachneigung ist die unterste Dachneigungsgrenze, bei der sich in der Praxis eine Dachdeckung als regensicher erwiesen hat. Hinweis:Bezieht sich auf die Sparrenneigung und nicht auf die Eindeckfläche.

Regenfallleitung

Regenfallleitungen, die überwiegend außerhalb des Gebäudes liegen, bestehen aus Regenfallrohren und Zubehör. Regenfallleitungen, die innerhalb des Gebäudes verlegt werden, müssen aus zugelassenen Entwässerungssystemen hergestellt werden. Systeme für innenliegende Regenwasserleitungen können auch außerhalb des Gebäudes verlegt werden.

Regenfallrohr

Regenfallrohre haben meist kreisförmige oder quadratische Querschnitte. Sonderformen müssen mindestens den gleichen Querschnitt wie das entsprechende Rohr mit kreisförmigem Querschnitt aufweisen. Die Regenfallrohr-Bezeichnung ergibt sich aus der Rohrform, der Nenngröße, dem verwendeten Metall und der Art der Längsnaht. Die Nenngröße ergibt sich bei runden Rohren aus dem Durchmesser und bei quadratischen Rohren aus der Seitenlänge. Für die Abmessungen der Regenfallrohre aus Kunststoff gelten die Angaben der Hersteller.

Regensicherheit

Schuppenförmig zu deckende Werkstoffe sind naturgemäß regensicher. Die Einzelelemente solcher Deckungen sind entsprechend ihrer jeweiligen Güteanforderung als wasserdicht bzw. wasserundurchlässig einzustufen, in ihrem Zusammenwirken als Dachhaut ist von einer Regensicherheit auszugehen.Die Regensicherheit ist u. a. von folgenden Faktoren abhängig: Deckwerkstoff, Deckungsart und Dachneigung.

Reihendeckung

Bei der Reihendeckung erfolgt die Deckung der Deckwerkstoffe z. B. Dachziegel, Dachsteine in senkrechten Reihen (nicht seitlich versetzt). Die senkrechten Linien der Deckwerkstoffe laufen durch.

Rinneneinlaufblech

Ein Rinneneinlaufblech ist ein Traufblech, das das anfallende Niederschlagswasser an der Dachtraufe in die Dachrinne leitet.

Rinnenheizung

Rinnen- oder Dachflächenheizungen werden eingesetzt, um Vereisungen von Dachrinnen, Dachgräben, Regenfallrohren oder Dachtraufen zu verhindern, damit das Schmelzwasser ungehindert ablaufen kann. Die selbstregelnden elektrischen Heizanlagen werden über Temperatur- und / oder Feuchtefühler gesteuert.

Rohrdurchführungen

Rohrdurchführungen sind Durchdringungen, die z. B. bei Solaranlagen oder Lüftungsanlagen erforderlich sind.